Viele kennen die Situation: Man hat altes Weißbrot oder Semmeln übrig und möchte daraus noch etwas Besonderes zaubern. Genau hier kommt ein gutes Pofesen Rezept ins Spiel. Die österreichische Spezialität verwandelt einfache Zutaten in eine warme, knusprige Süßspeise mit cremiger Füllung und goldbrauner Oberfläche.
Pofesen gehören zu den traditionellen Gerichten der österreichischen Küche und wurden früher vor allem als praktische Resteverwertung zubereitet. Heute erleben sie wieder eine kleine Renaissance, weil sie unkompliziert sind und mit wenigen Zutaten einen echten Wohlfühlmoment schaffen.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie ein Pofesen Rezept original österreichisch gelingt, welche Fehler häufig gemacht werden, wie die Variante von Christina aus der Küche interpretiert wird und warum auch eine pikante Pofesen-Version eine interessante Alternative sein kann. Außerdem gibt es praktische Tipps, damit die Pofesen außen knusprig und innen schön weich bleiben.
Was sind Pofesen eigentlich?
Pofesen sind eine traditionelle österreichische Mehlspeise aus Weißbrotscheiben, die gefüllt, in Milch oder Ei getränkt und anschließend ausgebacken werden. Die klassische Variante wird meist mit Powidl (Zwetschkenmus) gefüllt.
Der Name „Pofese“ stammt vermutlich aus dem italienischen Begriff „focaccia“ beziehungsweise „focaccia veneziana“, wobei sich das Gericht über die Jahrhunderte in der österreichischen Küche weiterentwickelt hat.
Typisch für ein klassisches Pofesen Rezept sind:
- Weißbrot, Toastbrot oder alte Semmeln
- Powidl oder Marmelade als Füllung
- Milch-Ei-Mischung zum Tränken
- Butter oder Öl zum Ausbacken
- Zucker und Zimt zum Bestreuen
Das Ergebnis erinnert ein wenig an Arme Ritter, unterscheidet sich aber durch die gefüllte Mitte und die österreichische Tradition deutlich.
Pofesen Rezept original österreichisch – die klassische Zubereitung
Ein echtes österreichisches Pofesen Rezept braucht keine komplizierten Zutaten. Entscheidend sind vor allem die richtige Brotsorte und die Zubereitung.
Zutaten für klassische Pofesen
Für etwa 8 Pofesen benötigen Sie:
- 8 Scheiben Weißbrot oder Brioche
- 4 EL Powidl (Zwetschkenmus)
- 2 Eier
- 150 ml Milch
- 1 Päckchen Vanillezucker
- etwas Zitronenschale nach Geschmack
- Butter oder Butterschmalz zum Ausbacken
- Zucker und Zimt zum Bestreuen
Optional:
- etwas Rum im Powidl
- gehackte Nüsse in der Füllung
- Vanillesauce als Beilage
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Brot vorbereiten
Am besten eignet sich leicht angetrocknetes Weißbrot vom Vortag. Frisches Brot saugt die Flüssigkeit zu stark auf und kann beim Braten auseinanderfallen.
Die Scheiben sollten ungefähr 1 bis 1,5 cm dick sein.
2. Pofesen füllen
Eine Brotscheibe mit Powidl bestreichen und eine zweite Scheibe darauflegen.
Dabei nicht zu viel Füllung verwenden. Eine dünne Schicht reicht aus, damit die Pofese beim Ausbacken stabil bleibt.
Praxistipp:
Wer besonders aromatische Pofesen möchte, kann den Powidl kurz erwärmen und mit etwas Zimt oder einem kleinen Schuss Rum verfeinern. Dadurch verteilt sich das Aroma besser.
3. Milch-Ei-Mischung vorbereiten
Eier, Milch, Vanillezucker und Zitronenschale miteinander verrühren.
Die gefüllten Brotscheiben kurz eintauchen. Sie sollten Flüssigkeit aufnehmen, aber nicht komplett durchweichen.
4. Goldbraun ausbacken
Butter oder Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen.
Die Pofesen bei mittlerer Hitze von beiden Seiten langsam ausbacken, bis sie eine schöne goldbraune Kruste bekommen.
Danach auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Zucker und Zimt bestreuen.
Das Geheimnis perfekter österreichischer Pofesen
Viele Rezepte wirken einfach, aber kleine Details entscheiden über das Ergebnis.
1. Das richtige Brot macht den Unterschied
Ein häufiger Fehler ist die Verwendung von sehr weichem Toastbrot direkt aus der Packung.
Besser:
- älteres Weißbrot
- Semmeln vom Vortag
- Brioche für eine besonders feine Variante
Das Brot sollte Flüssigkeit aufnehmen können, ohne zu zerfallen.
2. Nicht zu lange einweichen
Die Milch-Ei-Mischung gibt Geschmack und sorgt für eine lockere Konsistenz. Wird das Brot jedoch zu lange eingelegt, entsteht eine matschige Pofese.
Die ideale Zeit liegt meist bei wenigen Sekunden pro Seite.
3. Langsam braten statt zu heiß
Eine zu hohe Temperatur führt dazu, dass die Außenseite schnell dunkel wird, während die Füllung innen noch kalt bleibt.
Besser:
- mittlere Hitze verwenden
- etwas Geduld haben
- regelmäßig kontrollieren
Pofesen Rezept mit Christina – was macht diese Variante besonders?
Das Pofesen Rezept backen mit Christina steht sinnbildlich für eine moderne Interpretation traditioneller österreichischer Küche. Der Ansatz vieler solcher Rezepte ist, klassische Hausmannskost mit einfachen Tricks noch gelingsicherer zu machen.
Typische Verbesserungen moderner Pofesen-Varianten:
- Verwendung von hochwertigem Buttergebäck oder Brioche
- natürliche Zutaten statt Fertigprodukte
- genaue Mengenangaben für ein zuverlässiges Ergebnis
- Tipps zur Vorbereitung und Lagerung
Der wichtigste Gedanke bleibt jedoch derselbe: Pofesen leben nicht von komplizierten Techniken, sondern von guten Grundzutaten und sorgfältiger Zubereitung.
Pikantes Pofesen Rezept – die herzhafte Alternative
Obwohl Pofesen traditionell süß gegessen werden, funktioniert das Prinzip auch hervorragend in einer pikanten Version.
Gerade für ein schnelles Mittagessen oder Abendessen kann die herzhafte Variante überraschen.
Zutaten für pikante Pofesen
- 8 Scheiben Weißbrot
- Schinken oder Speck
- Käse (zum Beispiel Bergkäse oder Emmentaler)
- etwas Senf
- 2 Eier
- Milch
- Salz und Pfeffer
- Butter zum Braten
Zubereitung
- Brot mit etwas Senf bestreichen.
- Mit Schinken und Käse belegen.
- Zweite Brotscheibe darauflegen.
- In Ei-Milch-Mischung tauchen.
- In Butter goldbraun braten.
Dazu passen:
- grüner Salat
- Kräuterrahm
- Tomatensalat
Eine interessante Kombination ist auch eine Füllung mit Spinat und Käse. Sie erinnert geschmacklich fast an eine österreichische Version eines herzhaften French Toast.
Süße Varianten für mehr Abwechslung
Neben Powidl gibt es zahlreiche Möglichkeiten.
Apfel-Pofesen
Füllung:
- fein geschnittene Äpfel
- Zimt
- etwas Zucker
- Rosinen nach Geschmack
Diese Variante eignet sich besonders im Herbst.
Topfen-Pofesen
Eine Mischung aus:
- Topfen (Quark)
- Vanille
- Zucker
- Zitronenschale
ergibt eine cremige Füllung.
Schoko-Pofesen
Für Kinder beliebt:
- Schokolade
- Banane
- etwas Nuss-Nougat-Creme
Hier sollte man allerdings weniger Füllung verwenden, da Schokolade beim Braten schnell austreten kann.
Häufige Fehler beim Pofesen machen
Die Pofesen fallen auseinander
Ursache:
Zu viel Füllung oder zu weiches Brot.
Lösung:
Weniger Powidl verwenden und stabilere Brotscheiben nehmen.
Die Pofesen werden fettig
Ursache:
Die Pfanne ist nicht heiß genug.
Lösung:
Erst braten, wenn die Butter leicht schäumt, aber nicht verbrennt.
Die Oberfläche wird nicht knusprig
Ursache:
Zu viel Flüssigkeit im Brot.
Lösung:
Nur kurz eintauchen und überschüssige Flüssigkeit abtropfen lassen.
Kann man Pofesen vorbereiten?
Ja, Pofesen lassen sich gut vorbereiten.
Gefüllte, aber noch nicht gebratene Pofesen können einige Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Für die beste Konsistenz empfiehlt es sich jedoch, sie frisch auszubacken.
Aufgewärmte Pofesen aus dem Backofen werden wieder knuspriger als solche aus der Mikrowelle.
Besondere Tipps aus der österreichischen Küche
Ein weniger bekannter Trick ist, den Powidl vor dem Füllen leicht zu erwärmen. Dadurch lässt er sich dünner verstreichen und verbindet sich besser mit dem Brot.
Auch eine Prise Salz in der süßen Ei-Milch-Mischung kann sinnvoll sein. Salz verstärkt die Süße und macht den Geschmack ausgewogener.
Wer Pofesen besonders luftig möchte, kann statt normaler Milch teilweise Obers (Sahne) verwenden. Das Ergebnis wird cremiger und erinnert stärker an eine klassische Mehlspeise aus dem Kaffeehaus.
FAQ
Was ist die klassische Füllung bei einem Pofesen Rezept original?
Die traditionelle österreichische Füllung ist Powidl, also ein dick eingekochtes Zwetschkenmus. Es wird zwischen zwei Brotscheiben gestrichen und anschließend ausgebacken. Marmelade kann als Alternative verwendet werden, schmeckt aber meist süßer und flüssiger.
Welches Brot eignet sich am besten für österreichische Pofesen?
Am besten funktioniert leicht trockenes Weißbrot vom Vortag. Auch Brioche oder alte Semmeln eignen sich sehr gut. Frisches, weiches Brot kann zu viel Flüssigkeit aufnehmen und instabil werden.
Kann man Pofesen auch im Backofen zubereiten?
Ja, allerdings werden sie im Backofen weniger knusprig als in der Pfanne. Wer Fett sparen möchte, kann sie bei etwa 180 Grad backen und vorher leicht mit Butter bestreichen.
Was passt zu süßen Pofesen als Beilage?
Klassisch werden Pofesen mit Zucker und Zimt serviert. Sehr gut passen auch Vanillesauce, Kompott oder frische Früchte. Besonders beliebt ist die Kombination mit Zwetschkenröster.
Sind pikante Pofesen ein traditionelles Gericht?
Die süße Variante ist die klassische Form. Pikante Pofesen sind eine moderne Abwandlung, die das Grundprinzip nutzt und mit Käse, Schinken oder Gemüse eine herzhafte Mahlzeit daraus macht.
Fazit
Ein gutes Pofesen Rezept zeigt, wie aus wenigen Zutaten ein besonderes Gericht entstehen kann. Die österreichische Spezialität verbindet knuspriges Brot, aromatische Füllung und den Geschmack traditioneller Hausmannskost.
Ob klassisch mit Powidl, modern nach dem Prinzip von Backrezepten wie bei Christina oder als pikante Variante mit Käse und Schinken – Pofesen bieten viele Möglichkeiten.
Der wichtigste Tipp bleibt: gutes Brot verwenden, nicht zu lange einweichen und mit Geduld ausbacken. Dann entsteht eine Mehlspeise, die nicht nur satt macht, sondern auch ein Stück österreichische Küchentradition auf den Teller bringt.




