Wer nach Birgit Lauda sucht, findet schnell widersprüchliche Angaben zu ihrem Vermögen, dem Erbe von Niki Lauda, ihren Kindern und ihrem neuen Partner. Besonders der jahrelange Erbstreit sorgt bis heute für Fragen. Dabei ist es wichtig, zwischen bestätigten Gerichtsentscheidungen, Medienberichten und bloßen Schätzungen zu unterscheiden.
Birgit Lauda war von 2008 bis zu Niki Laudas Tod im Jahr 2019 mit dem dreifachen Formel-1-Weltmeister verheiratet. Gemeinsam bekamen sie die Zwillinge Max und Mia. Nach seinem Tod geriet ihre finanzielle Absicherung jedoch in einen komplizierten Rechtsstreit mit der Privatstiftung und Teilen der Familie. 2024 wurde höchstrichterlich bestätigt, dass Birgit grundsätzlich Anspruch auf ihren gesetzlichen Pflichtteil hat.
Gleichzeitig begann für Birgit privat ein neues Kapitel. Sie fand mit Marcus Sieberer einen neuen Partner und heiratete ihn 2025 in der Schweiz.
Wer ist Birgit Lauda?
Birgit Lauda, geborene Wetzinger, wurde vor allem durch ihre Ehe mit Niki Lauda bekannt. Bevor sie seine Ehefrau wurde, arbeitete sie als Flugbegleiterin bei Laudas Fluggesellschaft.
Die beiden heirateten 2008. Ihre Beziehung dauerte bis zu Niki Laudas Tod am 20. Mai 2019. Besonders außergewöhnlich ist, dass Birgit ihrem damaligen Mann bereits 2005 eine Niere spendete. Niki Lauda hatte zuvor bereits eine Nierentransplantation von seinem Bruder Florian erhalten.
Damit war Birgit nicht nur die spätere Ehefrau des Rennfahrers, sondern bereits viele Jahre vor der Hochzeit eng mit seinem Leben verbunden.
Birgit Lauda und Niki Lauda
Die Ehe wurde in der Öffentlichkeit vergleichsweise zurückhaltend geführt. Nach Niki Laudas Tod sprach Birgit mehrfach darüber, wie stark seine Abwesenheit sie und die Kinder getroffen habe.
In einem Ö3-Interview zum ersten Todestag erklärte sie, Niki fehle ihnen jeden Tag. Besonders die Beziehung zu den gemeinsamen Zwillingen Max und Mia sei für sie eine wichtige Verbindung zu ihrem verstorbenen Mann.
Birgit Lauda Kinder: Wer sind Max und Mia?
Birgit Lauda und Niki Lauda haben zwei gemeinsame Kinder: die Zwillinge Max und Mia Lauda. Sie wurden 2009 geboren.
Niki Lauda hatte insgesamt mehrere Kinder aus unterschiedlichen Beziehungen. Aus seiner ersten Ehe mit Marlene Knaus stammen Lukas und Mathias. Außerdem gab es seinen Sohn Christoph aus einer außerehelichen Beziehung.
Für den späteren Erbstreit ist diese Familienstruktur wichtig. Denn es ging nicht lediglich um die Ansprüche einer Witwe. Auch die Interessen der verschiedenen Kinder und die Regelungen der Privatstiftung spielten eine Rolle.
Das Verhältnis zu den Zwillingen
Birgit hat in Interviews immer wieder betont, wie wichtig ihre Kinder für sie sind. Zum ersten Todestag ihres Mannes beschrieb sie Max und Mia als besonders starke Verbindung zu ihrem Vater.
Die beiden wuchsen nach Niki Laudas Tod weitgehend außerhalb der Öffentlichkeit auf. Medienberichte erwähnten ihre internationale Schulausbildung und das Interesse der Familie am Motorsport, ohne dass daraus automatisch eine berufliche Rennfahrerkarriere abgeleitet werden kann.
Ein interessanter Punkt wird dabei häufig übersehen: Für Birgit ging es im Erbstreit nicht ausschließlich um ihr persönliches Vermögen. Die finanzielle Zukunft ihrer minderjährigen Kinder war ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil der öffentlichen Diskussion.
Birgit Lauda Erbe: Warum entstand der Streit?
Der Birgit-Lauda-Erbstreit begann nach Niki Laudas Tod im Jahr 2019 und entwickelte sich zu einem jahrelangen juristischen Konflikt.
Niki Lauda hatte bereits 1997 eine Privatstiftung eingerichtet. Ziel solcher Konstruktionen ist unter anderem, Vermögenswerte langfristig zu verwalten und Angehörige abzusichern. Medienberichten zufolge wurden darin unter anderem Immobilien und weitere Vermögenswerte berücksichtigt.
Das Problem: Birgit Lauda und die Zwillinge Max und Mia waren nach den öffentlich berichteten Angaben nicht im Testament als Erben genannt. Daraus entstand die Frage, welche gesetzlichen Pflichtteilsansprüche trotzdem bestanden.
Was bedeutet Pflichtteil?
Der Pflichtteil ist nicht dasselbe wie eine normale Erbeinsetzung.
Vereinfacht gesagt bedeutet er: Auch wenn eine Person in einem Testament nicht als Erbe eingesetzt wurde, kann das österreichische Erbrecht bestimmten nahen Angehörigen einen gesetzlich geschützten Mindestanspruch einräumen.
Genau darauf berief sich Birgit Lauda.
Das Verfahren drehte sich deshalb unter anderem um folgende Fragen:
- Welches Erbrecht ist anzuwenden?
- War Birgit Lauda pflichtteilsberechtigt?
- Wie hoch ist die relevante Vermögensmasse?
- Welche Vermögenswerte gehören zur Verlassenschaft?
- Welche Rolle spielt die Privatstiftung?
- War Birgit erbunwürdig oder nicht?
Birgit Lauda Erbstreit: Was hat das Gericht entschieden?
Hier lohnt sich eine klare zeitliche Trennung.
2023 stellte das Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien zunächst fest, dass Birgit Lauda grundsätzlich pflichtteilsberechtigt sei und keine ausreichende Grundlage für eine Erbunwürdigkeit vorliege. Außerdem wurde österreichisches Recht als relevant bestätigt.
2024 bestätigte schließlich der Oberste Gerichtshof den grundsätzlichen Anspruch der Witwe. Damit war die Frage, ob sie überhaupt einen Pflichtteil beanspruchen kann, wesentlich geklärt. Die genaue Höhe musste beziehungsweise muss davon getrennt betrachtet werden.
Medien berichteten anschließend von einem Pflichtteil von rund 16,5 beziehungsweise 16,6 Prozent. Diese Prozentzahl sollte jedoch nicht mit einer endgültig ausgezahlten Geldsumme verwechselt werden. Entscheidend ist nämlich, welche Vermögenswerte rechtlich in die Berechnung einbezogen werden.
Warum wird über 20 oder 30 Millionen Euro gesprochen?
In verschiedenen Medienberichten wurden Forderungen beziehungsweise Streitwerte von etwa 20 bis über 30 Millionen Euro genannt. Teilweise war von rund 30,5 Millionen Euro die Rede.
Das bedeutet aber nicht automatisch, dass Birgit Lauda genau diese Summe als endgültiges Vermögen erhalten hat.
Der Unterschied ist wichtig:
Forderung ≠ Urteil über die endgültige Summe ≠ tatsächlich ausgezahlter Betrag.
Gerade bei großen Nachlässen können Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Stiftungsvermögen, bereits erbrachte Leistungen und andere Positionen die Berechnung erheblich beeinflussen.
Birgit Lauda Vermögen: Wie reich ist sie?
Eine seriöse exakte Zahl für das persönliche Vermögen von Birgit Lauda lässt sich öffentlich nicht zuverlässig feststellen.
Das gilt besonders deshalb, weil häufig das Vermögen von Niki Lauda mit dem persönlichen Vermögen seiner Witwe vermischt wird.
Für Niki Laudas Nachlass kursieren seit Jahren sehr unterschiedliche Schätzungen. Medien nannten unter anderem Beträge im dreistelligen Millionenbereich, während ältere Berichte sogar von rund 500 Millionen Euro sprachen. Solche Angaben sind Schätzungen und sollten nicht als geprüfter Kontostand verstanden werden.
Auch 2025 wurde in Medien über ein von der Stiftung verwaltetes Vermögen von mehr als 100 Millionen Euro berichtet. Gleichzeitig wurde angegeben, dass bereits erhebliche Leistungen an die Familie geflossen seien. Diese Angaben stammen aus Medienberichten und Aussagen aus dem Umfeld der Stiftung und sind nicht mit einem offiziell veröffentlichten persönlichen Vermögensbericht von Birgit gleichzusetzen.
Der wichtigste Punkt: Wer nach „Birgit Lauda Vermögen“ sucht, sollte zwischen ihrem eigenen Vermögen, ihrem gesetzlichen Erbanspruch und dem gesamten Nachlass von Niki Lauda unterscheiden.
Birgit Lauda neuer Freund: Wer ist Marcus Sieberer?
Nach dem Tod von Niki Lauda begann Birgit Lauda später eine neue Beziehung mit Marcus Sieberer.
Die beiden wurden 2021 erstmals öffentlich gemeinsam bei den Salzburger Festspielen gesehen. Birgit bestätigte damals, dass Sieberer der neue Mann in ihrem Leben sei.
Sieberer wird in Medien als Unternehmer beziehungsweise Finanzmanager beschrieben. Das Paar hielt seine Beziehung weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
Birgit Lauda und Marcus Sieberer haben geheiratet
Aus der Beziehung wurde später eine Ehe.
Im Mai 2025 heirateten Birgit Lauda und Marcus Sieberer standesamtlich im Schweizer Kanton Zug. Die Hochzeit fand laut Berichten bewusst im kleinen und privaten Rahmen statt.
Damit ist die Suchanfrage „Birgit Lauda neuer Freund“ inzwischen eigentlich überholt: Marcus Sieberer ist nicht mehr nur ihr neuer Partner, sondern ihr Ehemann.
Hat die neue Ehe Einfluss auf das Erbe?
Dieser Punkt sorgt für besonders viele Missverständnisse.
In den Berichten über die Stiftungsregelungen wurde eine Klausel erwähnt, nach der bestimmte laufende Leistungen an Birgit bei einer erneuten Heirat entfallen könnten.
Das darf allerdings nicht automatisch mit dem gesetzlichen Pflichtteil gleichgesetzt werden.
Der Pflichtteil und freiwillige beziehungsweise stiftungsbasierte Leistungen sind rechtlich unterschiedliche Dinge. Genau diese Unterscheidung erklärt einen großen Teil der widersprüchlichen Schlagzeilen rund um Birgit Lauda.
Birgit selbst hatte 2024 öffentlich erklärt, dass Gerüchte über einen Verzicht auf Ansprüche wegen einer möglichen Hochzeit nicht zuträfen und dass ihr Privatleben von der Erbschaftsfrage getrennt werden sollte.
Drei weniger bekannte Aspekte rund um Birgit Lauda
1. Der Streit begann nicht einfach mit einem „Kampf ums Geld“
Die öffentliche Darstellung wirkt manchmal so, als habe es nur um eine einzelne Geldsumme gegangen. Tatsächlich war die rechtliche Struktur deutlich komplizierter.
Es ging um Testament, Privatstiftung, Pflichtteil, Verlassenschaft und laufende Leistungen. Wer diese Ebenen nicht auseinanderhält, bekommt schnell ein falsches Bild vom Verfahren.
2. Birgit war schon vor der Ehe eng mit Niki verbunden
Ihre Beziehung zu Niki Lauda begann nicht erst mit der Hochzeit 2008. Besonders die Nierenspende von 2005 zeigt, dass ihre Verbindung bereits Jahre zuvor sehr eng war.
Dieser biografische Punkt wird in kurzen Steckbriefen häufig übergangen.
3. Eine Prozentzahl sagt wenig über die tatsächliche Auszahlung aus
Die häufig genannte Zahl von rund 16,5 Prozent klingt zunächst eindeutig. In einem komplexen Nachlass muss jedoch zuerst feststehen, welche Vermögenswerte überhaupt in die Berechnung einfließen.
Deshalb ist es unseriös, aus der Prozentzahl direkt eine sichere persönliche Vermögenssumme von Birgit Lauda abzuleiten.
Was man beim Thema Birgit Lauda Erbe beachten sollte
Wer aktuelle Informationen zum Erbstreit sucht, sollte besonders auf das Datum einer Meldung achten.
Ein Bericht aus 2023 kann beispielsweise noch von einem Zwischenurteil sprechen, während spätere Berichte bereits die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs berücksichtigen.
Außerdem sollte man drei Begriffe nicht miteinander verwechseln:
- Erbe: Vermögenswerte, die jemand aufgrund einer Erbfolge erhält.
- Pflichtteil: Gesetzlich geschützter Mindestanspruch bestimmter Angehöriger.
- Stiftungsleistung: Leistungen, die sich aus den Regeln einer Stiftung ergeben können.
Gerade bei einem Vermögen, das teilweise über eine Privatstiftung strukturiert wurde, ist diese Unterscheidung entscheidend.
FAQ
Hat Birgit Lauda Kinder?
Ja. Birgit Lauda hat mit Niki Lauda die Zwillinge Max und Mia, die 2009 geboren wurden. Niki Lauda hatte außerdem Kinder aus früheren beziehungsweise anderen Beziehungen.
Wer ist der neue Mann von Birgit Lauda?
Ihr neuer Partner ist Marcus Sieberer. Die beiden wurden 2021 erstmals öffentlich als Paar wahrgenommen und heirateten im Mai 2025 in der Schweiz.
Wie hoch ist das Vermögen von Birgit Lauda?
Eine verlässlich bestätigte persönliche Vermögenssumme von Birgit Lauda ist öffentlich nicht bekannt. Medien nennen unterschiedliche Zahlen zum Nachlass von Niki Lauda, doch diese Schätzungen sind nicht mit Birgits persönlichem Vermögen gleichzusetzen.
Was bekam Birgit Lauda aus dem Erbe?
Der Oberste Gerichtshof bestätigte 2024 ihren grundsätzlichen Anspruch auf den gesetzlichen Pflichtteil. In Medien wurde dieser mit rund einem Sechstel beziehungsweise etwa 16,5 Prozent der maßgeblichen Erbmasse beschrieben. Die konkrete Berechnung des Anspruchs ist davon zu unterscheiden.
Warum gab es den Erbstreit?
Der Konflikt entstand unter anderem deshalb, weil Birgit Lauda im Testament nicht als Erbin genannt wurde, während die Privatstiftung bereits zu Lebzeiten Niki Laudas eine zentrale Rolle bei der Vermögensverwaltung spielte. Birgit berief sich auf ihren gesetzlichen Pflichtteilsanspruch.
Ist Birgit Lauda wieder verheiratet?
Ja. Birgit Lauda heiratete 2025 Marcus Sieberer standesamtlich im Schweizer Kanton Zug. Die Trauung wurde privat gehalten.
Fazit
Birgit Laudas Geschichte ist weit mehr als die Geschichte der Witwe eines berühmten Formel-1-Fahrers. Sie war viele Jahre mit Niki Lauda verheiratet, ist die Mutter der Zwillinge Max und Mia und stand nach seinem Tod vor einem komplizierten rechtlichen Konflikt um ihre finanzielle Absicherung.
Der wichtigste juristische Punkt ist inzwischen geklärt: Der Oberste Gerichtshof bestätigte ihren grundsätzlichen Pflichtteilsanspruch. Die häufig genannten Millionenbeträge sollten dennoch mit Vorsicht betrachtet werden, weil Forderungen, Nachlasswert und tatsächlich ausgezahlte Summen nicht dasselbe sind.
Privat hat Birgit Lauda gleichzeitig ein neues Kapitel begonnen. Aus ihrer Beziehung zu Marcus Sieberer wurde 2025 eine Ehe. Damit steht heute neben dem Erbstreit vor allem eine neue Lebensphase im Mittelpunkt ihres öffentlichen Lebens.




